Die im Indischen Ozean gelegene Insel Réunion gehört zum Archipel der Maskarenen und befindet sich knapp 700 km östlich von Madagaskar. Die fast 900 000 Einwohner dieses entlegenen Ortes mit einer Fläche von 2 512 km2 wenden erhebliche Ressourcen auf, um eine größtmögliche landwirtschaftliche Selbstversorgung sicherzustellen. Damit verbunden ist auch die Notwendigkeit einer ausreichenden Wasserverfügbarkeit für deren Betrieb. Zur Ergänzung der Bewässerung während der Trockenzeiten nutzen sie die Kapazitäten von Rückhaltebecken, die Regenwasser speichern.
Dieses französische Departement, das zum EU-Territorium gehört, hat bereits drei Bauwerke dieses Typs errichtet. Das bislang letzte realisierte Projekt, Piton Sahales mit einer Kapazität von 350 000 m3 Wasser, wurde in den Jahren 2023 – 2024 gebaut. Es dient neben der Förderung der Landwirtschaft auch der notwendigen Anpassung des Standorts an den Klimawandel. Die Projektkosten in Höhe von 23 Mio. € wurden zu 90 % durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER/EAFRD) gedeckt.
Das Becken wurde auf einem Hügel nahe der Ortschaft Bourg-Murat (Gemeinde Le Tampon) errichtet. Es nutzt das natürliche Geländerelief effizient aus und versorgt die Endabnehmer mittels Schwerkraft mit Wasser. In Zeiten intensiver Regenfälle füllt sich die Kapazität in nur 5 bis 6 Stunden. Um das Versickern des aufgefangenen Wassers in den angrenzenden vulkanischen Untergrund zu verhindern, mussten die Sohle und die Böschungen des Bauwerks mit einer Geomembran abgedichtet werden. Den Schutz der Dichtungselemente vor mechanischen Durchstichen – verursacht durch das umgebende Material unter Last, während des Schüttvorgangs oder durch Montagearbeiten – gewährleisten Vliesstoffe (Geotextilien).Für dieses Projekt lieferte das Unternehmen JUTA a.s. Schutzgeotextilien vom Typ AFITEX P 800 A und AFITEX P 1200 mit Flächengewichten von 800 und 1 200 g/m2 sowie französischer ASQUAL-Zertifizierung in einer Gesamtfläche von 135 000 m2. Die abschließende Deckschicht der wasserseitigen Böschungen besteht aus einer Betonplatte, die in Geozellen gegossen wurde; diese dienten bis zum Aushärten der Mischung als Schalung. Die Sohle des Bauwerks ist ebenfalls betoniert.
Da die Abdichtung des Beckens eine vollkommen undurchlässige Schicht bildet, müssen Wasser und Gase, die zwischen der Dichtung und dem Untergrund auftreten, abgeleitet werden. Diese Funktion übernimmt ein Drainage-Geokomposit, für dessen Herstellung unser Unternehmen geoNETEX®-Vliesstoffe mit Flächengewichten von 400 und 800 g/m2 in einer Gesamtmenge von 50 000 m2 geliefert hat.